Es sagt, es Liebt uns
von Emre Akal
STAATSTHEATER MANNHEIM
PREMIERE: JANUAR 2026
Regie: Dennis Duszczak I Bühne Thilo Ullrich I Kostüm: Frederika Marsha Coors I Musik: Jan Preissler I Dramaturgie: Franziska Betz I Hausautorschaft: Olivia Ebert
Mit: Boris Koneczny, Elodie Theres Toschek, Sarah Zastrau, Fabian Dott
Fotos: Christian Kleiner
Nachtkritik
“Außerdem arbeitet Duszczak einen Aspekt aus Akals Vorlage heraus, der das Stück interessanter macht als vergleichbare Mensch-Maschine-Utopien wie etwa die schwedische Fernsehserie ‘Real Humans’ oder der deutsche Spielfilm ‘Ich bin dein Mensch’ (…) Wenn allerdings der Androide mehr sein will als nur eine Arbeiterin, wenn Moni richtig dazugehören will, als Familienmitglied etwa, dann erzeugt das eine Irritation, die behoben werden muss. In diesem Fall per Abschaltung und Zurücksetzen auf Werkseinstellungen. Bei Migrant*innen dagegen lautet die Lösung: Ausgrenzung, Abschiebung.Und wie Duszczak diese Parallelführung inszeniert, das zeigt, wie gut der Regisseur die Vorlage gelesen hat. Der Rest ist Quellcode.”
Theater Heute
“Regisseur Dennis Duszczak verschiebt die Aufmerksamkeit dann aber merklich auf Sarah Zastrau Moni, die sich von ersten Mechanischen Tätigkeiten schnell humanoid emanzipiert und mit souveräner Beharrlichkeit nicht nur das Drehbühnenbild am Kreisen hält, sondern auch die Herrschaftsverhältnisse umkrempelt.”
Deutsche Bühne
“Sowohl Melancholie als auch reichlich Witz durchziehen diese stimmig durchkomponierte Bühnenrealisierung. […] Nach der ausverkauften Premiere dürfte es bis zum Sommer noch einige Termine für dieses Stück geben, das vollends den Nerv der Zeit trifft.”
Mannheimer Morgen
“Das rund 100- minütige(…)erzählt sich mit Humor und Sinn für Satire- Skurrilität bis zum komischen Showdown.(…) (Es) lässt eindrücklich die tiefe Sehnsucht spüren, die wohl alle sich ihres Selbst bewusstem Wesen eint: dazugehören. Geliebt zu werden. Frei zu sein.”